< Mythologie, alte Handschriften und Barock: St. Gallen-Exkursion der Lateingruppe der 6. Klassen
22.06.2019 06:33 Alter: 91 days
Kategorie: Exkursionen, Religion

Pfingstreise nach Taizé


An einem noch nicht sonnigen, mondbe-schienenen Tag - Freitag, der 7. Juni 2019 - machten sich fünf SchülerInnen aus der 7ab in Begleitung von Hanspeter Sutterlüty auf ins französische Burgund, Frankreich. Wir waren Teil einer 60 Personen umfassenden Gruppe, die bestens organisiert von der Jungen Kirche Vorarlberg am Jugendtreffen in Taizé teilnahm.

Nach etwa sechs Stunden Nachtfahrt im Bus erreichten wir endlich Taizé, wo wir uns zuallererst ein typisches Taize- Frühstück gönnten: kleines Baguette mit Butter, Schokolade und Kakao (empfehlenswert!). Danach folgte das Morgengebet in der Kirche,bei dem  etwa 60 Mönche zusammen mit hunderten Jugendlichen am Boden sitzend Bibeltexten, die in mehreren Sprachen vorgetragen wurden, lauschten und diese in Stille sowie durch meditative Gesänge von Taizé verinnerlichten.

Da wir einem Zeltplatz zugeordnet wurden, folgte ein kabarettreifer Zeltaufbau. Nachdem unsere Zelte mehr oder weniger aufgestellt waren, nahmen wir am Mittagsgebet mit anschließendem Mittagessen teil. Zum Mittagessen versammeln sich hunderte Taizé-BesucherInnen vor der Essensausgabe, welche erst gestartet wird, wenn alle Stationen durch freiwillige Jugendliche besetzt sind. Ist das geschehen, dann bewegt sich eine Menschenmasse faszinierend ruhig durch die Essensausgabe ohne Geschubse, Gedränge oder dergleichen hin zu den aus Sitzbänken bestehenden Essensplätzen.

Ein Spektakel, das so wahrscheinlich nur in Taizé zu beobachten  und zu bewundern  ist. Während des Anstellens oder des Essens bietet es sich an, mit den Anstehenden ins Gespräch zu kommen. Beispielsweise kann man dabei Niederländer, Deutsche, Franzosen, Schweizer, Polen, Ugander, oder US-Amerikaner kennenlernen.

Da man als Kurzzeitbesucher in wenige Verpflichtungen eingebunden ist, hat man mehr Zeit sich frei zu bewegen. Dies wurde von uns natürlich genutzt, und so besuchten wir eine kleine typisch französische Stadt. Dort aßen wir Eis, sorgten für unseren Blutzuckerspiegel, besorgten Vatertags-Geschenke und besuchten noch ein Restaurant. Zum Abschluss des Tages „rollten“ wir mit dem Bus nach Taizé zurück.

Dann folgte eine verregnete Nacht, welche mit undichten Zelten ganz interessant zu erleben war. Ich persönlich musste einen kleinen Bach in meinem Zelt durch Handtücher umleiten und mein Gepäck irgendwie von sich bildenden kleinen Pfützen schützen. Am schlimmsten traf es aber ein Zweimannzelt. Dieses wurde während der Nacht durch einen kleinen Bodensee wachgehalten.

Den letzten Tag in Taizé benutzten wir dazu, unsere sieben Sachen wieder zu packen und  dann noch mehr über Frère Roger Schutz, den Gründer des Ordens zu erfahren. Zudem besuchten wir das letzte, in mehreren Sprachen gehaltene Gebet vor unserer Fahrt zurück nach Hause.

Alles in Allem war es ein sehr einprägsames und auch erholsames verlängertes Pfingstwochenende, welches ich jedem nur empfehlen kann - allerdings mit wasserdichtem Zelt. (Andreas Pfeifer, 7ab)